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Die Dom Apotheke ist ein Competence Center für Natur-Arznei. Um dem steigenden Interesse an wirksamen Arzneimitteln auf natürlicher Basis gerecht zu werden, hat die Dom Apotheke an einer Qualifizierungsmaßnahme teilgenommen.

Naturarzneimittel können nicht immer chemische Präparate ersetzen, sind aber in vielen Fällen gut geeignet, um Krankheiten zu heilen und vor allem die Gesundheit durch Vorbeugung zu erhalten.

Mitarbeiter der Dom Apotheke haben ihr pharmazeutisches Wissen noch einmal um spezielle Kenntnisse über Naturarzneimittel erweitert. In regelmäßigen Aufbautrainings wird ihr Wissen um die natürlichen Medikamente ständig auf dem neuesten Stand der pharmazeutischen Wissenschaft gehalten.

Arnika wirkt wohltuend bei Sportverletzungen

Schon der Klang des deutschen Namens "Bergwohlverleih" scheint einen Beitrag zur positiven Wirkung der Arnika bei Sport- und Unfallverletzungen zu leisten. Äußerliche Umschläge mit Tinkturen aus den strahlend gelben Arnika-Blüten helfen bei Blutergüssen, Verstauchungen, Prellungen, Quetschungen oder rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden.

 


Jutta Nowak / pixelio.de


Das wird in erster Linie auf den entzündungshemmenden Inhaltsstoff Helenalin zurückgeführt.

Die früher für die arzneiliche Anwendung gebräuchliche Pflanzenart Arnica montana, die in höheren Gebirgslagen Europas wächst, steht mittlerweile unter Naturschutz. Da bisher alle Versuche scheiterten, die Pflanze anzubauen, weicht man heute auf die sehr ähnliche amerikanische Wiesenarnika aus.

In der Apotheke erhalten Sie sowohl fertige Arnika-Tinkturen und -Salben als auch lose getrocknete Arnika-Blüten. Um daraus einen Aufguss für Umschläge herzustellen, übergießen Sie etwa zwei Gramm (vier Teelöffel) der Blüten mit 100 Millilitern kochendem Wasser und lassen die Zubereitung 15 Minuten ziehen; danach die Blüten mit einem Sieb herausfiltern. Mit einem solchen Aufguss werden mehrmals täglich Umschläge bereitet. Menschen, die auf Korbblütler wie Kamille, Sonnenhut oder Schafgarbe allergisch reagieren, sollten auf Arnika-Zubereitungen verzichten.

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de.
Quelle: Neue Apotheken Illustrierte
Bild: Jutta Nowack /
pixelio.de

Homöopathische Sommer-Apotheke

Bei Wärme oder im Urlaub bleiben gesundheitliche Beschwerden nicht komplett außen vor. Den einen plagt Durchfall, ein anderer hat es "nur" mit Insektenstichen zu tun. Wer die Symptome mit sanften Mitteln behandeln möchte, wird bei der Homöopathie fündig. Der wissenschaftliche Nachweis steht für diese Form der Heilkunde zwar weiterhin aus, doch viele Menschen sind überzeugt, dass ihnen Homöopathika helfen, und wenden die Mittel regelmäßig an. Auch gegen leichte Sommerbeschwerden wie die folgenden hat eine homöopathische Hausapotheke einiges zu bieten.

Blasenentzündung
Während man sich im Winter stets gut einpackt und kalter Umgebung lieber fernbleibt, macht das warme Sommerwetter Lust, sich hier und da im Schatten oder im Wasser abzukühlen. Normalerweise ein Genuss, doch empfindliche Menschen verkühlen sich schnell die Blase, wenn sie im kalten See schwimmen, auf schattigen Steinen sitzen oder nach dem Baden die nasse Hose am Körper trocknen lassen. Die unangenehmen Symptome sind häufiger Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen.

Dagegen empfiehlt die Homöopathie Stibium sulfuratum nigrum D30, alle zwei Stunden 5 Kügelchen, oder Dulcamara D6, stündlich 3 Tropfen, gegen stechende Schmerzen Apis D30. Ist der Schmerz beim Wasserlassen brennend, wird Cantharis D6 stündlich eingenommen, später dreimal täglich. Allgemein ist es wichtig, viel zu trinken. Solidago D3 Tropfen unterstützen die Durchspülung der Harnwege.

 

Durchfall
Ob auf Reisen oder daheim: Im Sommer hat der Durchfall Hochsaison. Oft liegt es einfach daran, dass der Magen-Darm-Trakt im Urlaub mit ungewohnten Speisen zurechtkommen muss. Hier können Aloe D6 Globuli eingenommen werden, mindestens dreimal täglich fünf Stück. Okoubaka D3 lindert die Beschwerden, die mit einer solchen Kostumstellung einhergehen können, ebenfalls – auch vorbeugend einige Tage vor Reisebeginn. Am ersten Tag stündlich, am zweiten Tag alle zwei Stunden und ab dem dritten Tag zweimal täglich fünf Globuli. Schläfert die ungewohnte Umgebung dagegen den Darm eher ein, kann Opium D30 einmal täglich eine Tablette oder 5 Globuli die Verstopfung beseitigen.

 

Insektenstiche
Mücken und Bremsen suchen im Sommer permanent nach geeigneten "Opfern", um ihren Blutdurst zu stillen. Gegen solche Insektenstiche und andere punktförmige Stichverletzungen wird Ledum D6, der Sumpfporst, angewendet. Wer von einer Biene oder Wespe gestochen wurde, greift lieber zu einer hoch verdünnten Zubereitung aus dem Gift der Honigbiene: Apis D6. Von beiden Mitteln im Akutfall viertelstündlich je drei Tropfen oder Globuli einnehmen, später dreimal täglich fünf.

 

Kreislaufprobleme
Bei größerer Hitze machen vielen Menschen Kreislaufprobleme zu schaffen. Durch die Wärme sinkt der Blutdruck, was zu Schwindel, Kopfschmerzen oder Schwäche führen kann. Bei einer solchen akuten Kreislaufschwäche hat sich eine Verdünnung des weißen Germers bewährt: Veratrum album D4. Zwei bis drei Tropfen gibt man dafür im Abstand weniger Minuten auf die Zunge.

 

Bei älteren oder durch Krankheit geschwächten Menschen, die eher frösteln, aber trotzdem nach frischer Luft verlangen, eignet sich Carbo vegetabilis D6. Dabei handelt es sich um eine Zubereitung aus Birkenholzkohle. Viertelstündlich fünf Tropfen im Akutfall.

 

Sonnenbrand
Bei intensiver Sonnenstrahlung ist ein guter Sonnenschutz angebracht: entweder durch bedeckende Kleidung oder eine Sonnencreme mit angemessenem Lichtschutzfaktor. Sollte trotzdem einmal ein Sonnenbrand auftreten, hilft Cantharis D6. Ist die Haut schmerzhaft gerötet und heiß, kann man auch Belladonna D6 einsetzen, bei stechendem Schmerz Apis D6. Dosierung für alle drei: im Akutfall alle zehn Minuten 5 Tropfen, bei Besserung dreimal täglich.

 

Reiseübelkeit
Schiffs- oder Flugreisen und Autofahrten schlagen so manchem Fahrgast auf den Magen. Gegen die Übelkeit vor allem bei Kindern kann Cocculus D6 eingesetzt werden. Im Akutfall halbstündlich fünf Globuli. Das Mittel empfehlen homöopathische Ärzte auch vorbeugend: dreimal täglich fünf Tropfen oder Globuli ab drei Tage vor Reisebeginn. Gegen Seekrankheit kommt häufig Petroleum D12 zum Einsatz.

 

Abschließend noch eine Bitte: Setzen Sie homöopathische Mittel nur so lange ein, wie die Beschwerden überschaubar bleiben. Sind die gesundheitlichen Probleme schwerwiegender oder verschlechtern sie sich immer weiter, reichen homöopathische Mittel nicht aus. Lassen Sie dann einen Arzt abklären, was dahintersteckt, und dementsprechend behandeln. Eventuell können Sie die Homöopathika ergänzend weiter einnehmen.

 

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de.
Quelle: Neue Apotheken Illustrierte


Homöopathie für kleine Kinder

Schnupfen, Fieber, Bauchweh und Durchfall, Schmerzen beim Zahnen oder kleine Wunden: Bei vielen Beschwerden, die Säuglinge und Kinder plagen, bringen homöopathische Arzneimittel Linderung.

Hilfe bei Erkältung
Rasche Hilfe bieten Homöopathika bei Erkältungen und grippalen Infekten. Zwei wichtige Mittel sind Aconitum (Eisenhut) und Belladonna (Tollkirsche).

Bekommt das Kind plötzlich heftiges, rasch ansteigendes Fieber mit trockener, heißer Haut ("trockenes Fieber"), leidet es an Schüttelfrost, ist es ängstlich, unruhig und klagt es über Durst, ist Aconitum D6 das Mittel der Wahl.

Wenn das Kind dagegen anfängt zu schwitzen und der Infekt sich langsam in einem Organ festsetzt, ist Belladonna D6 angezeigt. Ganz typisch: Das Gesicht ist rot, heiß und feucht-schweißig, der Mund trocken und der ganze Körper "glüht".

Beginnt der Infekt eher schleichend und mit mäßigem Fieber, ist Ferrum phosphoricum D6 (Eisenphosphat) ein gutes Mittel. Typisch: Die Kinder sind blass, rasch erschöpft und haben wenig Widerstandskraft.

Sambucus nigra D3 (Schwarzer Holunder) lindert Schnupfen bei Säuglingen und Kleinkindern, wenn die kleine Nase so verstopft ist, dass das Kind beim Stillen und Trinken keine Luft bekommt und immer wieder absetzen muss.

Unverzichtbar für kleine Kinder ist Chamomilla D6 (Kamille). Das Mittel hilft Babys bei der Zahnung, bei der sie an heftigen Schmerzen, oft auch an Ohrenschmerzen, Blähungskoliken, dünnem Stuhlgang und Durchfall leiden. Wichtigstes Merkmal: Die Kinder sind gereizt, quengelig, ungeduldig, können trotz Übermüdung nicht einschlafen und wollen herumgetragen werden. Eine Backe ist rot, die andere blass.

Treten nach einer Kinderparty oder einem Familienfest Magendrücken, Bauchweh und Brechdurchfall auf, könnte das Kind zu viele Speisen durcheinander gegessen haben. Dann ist Pulsatilla D6 (Wiesenküchenschelle) das passende Mittel.

Gegen Übelkeit und Erbrechen beim Auto- oder Busfahren hat sich Cocculus D6 (Kockelskörner) bewährt.

Noch ein Tipp: Nach einer Antibiotikatherapie kann man dem Kind fünf Tage lang dreimal täglich jeweils drei Globuli Okoubaka D3 geben.

Nicht fehlen darf ein Standardmittel zur Wundheilung: Arnica D6 (Bergwohlverleih) hilft bei oberflächlichen, offenen Wunden sowie Prellungen, Zerrungen und blauen Flecken (Blutergüssen).